Orchesterprobenraum für die Marstallhalle Schwerin
Die Frage nach der zukünftigen Nutzung der historischen Reithalle als Veranstaltungsraum bildete die Grundlage dieser Maßnahme. Im Ergebnis entstand zunächst ein neuer Bodenaufbau mit flexibel nutzbarem Unterflurkanal. Ein Experiment für Bauherrn, Architekten und ausführendes Gewerk - denn die ca. 800 m² große Bodenplatte sollte fugenlos hergestellt werden. Das Resultat zeigt einen hoch belastbaren Boden, der farblich an den historischen Sandbelag der ehemaligen Reithalle erinnert.
Die Funktionsweise konnte im Rahmen der ersten Nutzung als Orchesterprobenraum des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin unter Beweis gestellt werden. Mit dem Einbau reversibler Trennwände aus Holz wurden temporäre Funktionsbereiche in der Halle geschaffen. So entstand ein akustisch fein abgestimmten Hauptprobenraum und weitere Einspiel- und Nebenräume. Ein flexibel arrangierbares Traversensystem für Beleuchtung und Heiztechnik ist Bestandteil der Ausstattung und wird für die spätere Nutzung als Veranstaltungsraum erhalten bleiben.