Stadtgeschichtsmuseum Schwerin - Wettbewerbsbeitrag
Der offene hochbauliche Wettbewerb für das Stadtgeschichtsmuseum in Schwerin stieß deutschlandweit sowie in den europäischen Nachbarländern auf großes Interesse. Insgesamt wurden 121 Arbeiten zur Bewertung eingereicht.
Unsere Idee hierzu spiegelt das Stadtbild Schwerins wider: Historische Architektur trifft auf zeitgenössische Bauwerke, die im Kontrast oder Einklang mit dem gewachsenen Umfeld stehen. Grundlage der Neukonzeption ist ein respektvoller Umgang mit dem Bestand. Der Neubau fügt sich in Größe und Volumen gleichberechtigt in die bestehende Struktur ein, ohne architektonisch zurückzutreten. Während äußerlich geschlossene Fassaden und bewusste Materialkontraste Alt und Neu unterscheiden, verzahnt eine zunehmend offene innere Struktur beide Baukörper zu einer funktionalen Einheit.
Interessant hierbei ist der nachhaltige Ansatz für die Fassadengestaltung. Hier ist der Einsatz recycelter DDR-Betonplatten geplant – idealerweise aus dem Schweriner Stadtraum. Diese werden aufgearbeitet, mit einer gedruckten oder gefrästen Textur versehen und so als sichtbarer Teil der Schweriner Stadtgeschichte wieder verbaut. Auch sonst setzt der Neubau auf ressourcenschonende Konstruktionen, während der denkmalgeschützte Gebäudeteil substanzerhaltend saniert werden soll.